Nisthilfen


Unterstützung von Vögeln bei der Brut mittels Nisthilfen

Unser Gemeindewald wird recht intensiv „gepflegt“, und deshalb sind im Wald zu wenig natürliche Bruthöhlen für kleine Höhlenbrüter vorhanden. Meise, Kleiber, Trauerschnäpper und Co sind deshalb bei ihrem Brutgeschäft auf künstliche Nisthilfen angewiesen.

Der NVG hat zur Zeit 275 Nistkästen für kleine Höhlenbrüter im Gemeindewald und am Waldrand platziert. Mitglieder des NVG reinigen und reparieren diese jeden Herbst in Arbeitseinsätzen. Anlässlich der Reinigung wird auch eine Statistik über die Belegung erstellt. Aufgrund der hohen Nutzungsrate ist es offensichtlich, dass das Angebot an attraktiven natürlichen Nistplätzen viel zu klein ist.

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Paare welcher Arten während der letzten Jahre in unseren Nistkästen erfolgreich gebrütet haben:

Wie unsere Statistik zeigt, sind es zu fast 90% Meisen (Kohlmeisen und Blaumeisen), die unser Angebot nutzen, und in kleinerem Masse Kleiber und Trauerschnäpper. Zusätzlich werden viele Kästen auch von Haselmäusen, Siebenschläfern, Wespen- und Hornissenschwärmen und anderen Lebewesen besetzt.

Erfreulicherweise machen immer wieder auch Kindergärten und Schulklassen bei der Nistkastenkontrolle mit und erhalten so einen unmittelbaren Kontakt mit Natur und Umwelt. Weitere Angaben sind zu finden unter der Aktivität "Schulen".

Nicht nur die kleinen Vögel im Walde werden bei der Nistplatzsuche unterstützt, auch für die grossen Waldkäuze sind ein Dutzend grosse halboffene künstliche Nistkästen im Wald aufgehängt und werden regelmässig kontrolliert und gewartet. Auch wenn nicht alle Jahre eine erfolgreiche Brut zu verzeichnen ist, gibt es immer wieder schöne Erfolge - zuletzt 2011, 2014, 2015 und 2019.

Auch im Siedlungsgebiet gibt es Arten, die unsere Unterstützung beim Finden eines Brutplatzes nötig haben. Hier unterstützen wir vor allem die Mehlschwalben mit ca. 100 künstlichen Nestern an den Fassaden von vor allem privaten Gebäuden, die durch Mitglieder des Vereins jährlich gereinigt und statistisch erfasst werden. Knapp 50% dieser Nisthilfen werden regelmässig angenommen.