Berichte


Winterspaziergang am Klingnauer Stausee

Samstagnachmittag, 13. Dezember 2025

Die Mitglieder der drei Natur- und Vogelschutzvereine Obersiggenthal, Turgi und Gebenstorf sowie Gäste treffen sich zur ornithologischen Beobachtung am Klingnauer Stausee. Der gemeinsame Anlass im Dezember ist längst zur Tradition geworden. Mit Fernglas und Spektiv werden die Wasserflächen und die Ufer abgesucht.

Bekassinen, Teichhühner und eine Wasserralle bewegen sich durch das Schilf und suchen nach Insekten, Schnecken, Würmern und pflanzlicher Nahrung. Nebst den ganzjährig anzutreffenden Arten sind auch die ersten Wintergäste anzutreffen. Tafelenten, Krickenten und Löffelenten tummeln sich auf dem Wasser und eine Rohrweihe fliegt direkt über die Gruppe.

Das gemütliche Zusammensein bei warmen Getränken und feinem Kuchen schliesst den interessanten und stimmungsvollen Nachmittag ab.

Herzlichen Dank an die Kuchenbäckerinnen und die Organisatoren dieses gelungenen Anlasses.

Sibylle Steinmann


Nistkastenreinigung 2025

Der Arbeitseinsatz der Nistkastenreinigung ist erfolgreich zu Ende gegangen. Es wurden 298! Nistkästen kontrolliert und gereinigt. Nebst der klassischen Besetzung durch die Meisen sind auch tolle Raritäten entdeckt worden. Eine ganz besondere Begegnung war der Siebenschläfer, welcher eine Arbeitsgruppe voll in seinen Bann ziehen können. Ein so schönes Erlebnis vergisst man nicht so schnell!

Nistkästen mit Trauerschnäpperbesetzung werden leider immer seltener. Ebenfalls war die Besetzung durch den Kleiber auch sehr gering. Dies kann negativ auf Artenrückgang oder positiv auf die Zunahme von stehen gelassenem Totholz zurück zu führen sein.

Den Nistkasten über und über bedeckt oder bis zuoberst gefüllt mit den wabenartig- und stockwerkgestalteten Nestern der Hornissen hat uns viel Bewunderung entgegengebracht. Auch die pergamentartigen Nester der Wespen haben uns fasziniert.

Leider waren auch recht viele Nistkästen entweder unbesetzt oder es wurde mit dem Nestbau angefangen und wieder abgebrochen. Ein nasser und kalter Frühling wirkt sich stets negativ auf den Arterhalt aus. Wenn sich die Nahrungssuche schwierig gestaltet und der Überlebensmodus eingeschaltet werden muss, bleibt keine Energie mehr für die Fortpflanzung.

Die grosse Freude über die erfolgreichen Bruten überwiegt und macht unsere Arbeit wertvoll! Wir sind dankbar und auch etwas stolz, mit diesen Einsätzen unserer einheimischen Vogelwelt Unterstützung bieten zu können.

Die Nistkästen bieten den Vögeln einen wertvollen Ort ihren Nachwuchs aufzuziehen und so dem Arterhalt beizutragen.

Am letzten Einsatztag durften wir uns im Waldhaus durch Judit und Gabriela gourmetmässig verwöhnen lassen und den Abschluss der diesjährigen, immer wieder spannenden und schönen, Nistkastenreinigung gemütlich ausklingen lassen.

Herzlichen Dank an die Organisatoren und alle fleissigen Helfer, Helferinnen und Kinder! 

Sibylle Steinmann


Pflege der Orchideenwiesen

Jeden Herbst steht die Pflegearbeit der Orchideenwiesen an. So wurden auch dieses Jahr vorgängig die beiden Orchideenwiesen frei gemäht.

Am Samstag Vormittag, 11. Oktober 2025 um acht Uhr war es wieder soweit. Beste Wetterbedingungen empfingen das motivierte Team. Das Gras wurde durch die schönen Tage richtig trocken, luftig und leicht wie Heu. So war das Zusammenrechen an der steilen Böschung einiges einfacher! Die riesigen Heuhaufen füllten den ganzen Anhänger, welcher von Hansruedi hingestellt wurde!

In der Znünipause gab es genug Zeit zum Fachsimpeln und für gemütliche Gespräche. Da der Vormittag nicht ganz aufgebraucht war, wurde gleich zur zweiten Wiese gewechselt. Auch hier fand das restliche Team optimale Bedingungen vor und konnte die ganze Fläche noch vor dem Mittag zusammen rechen und zum Aufladen vorbereiten.

Ganz herzlichen Dank an alle Helfer/innen und für das feine Znüni.

Sibylle Steinmann


Vogelbeobachtung Klingnauer Stausee

Samstagmorgen, 30. August 2025

Mit Fernglas und Spektiv ausgerüstet, traf sich eine fröhliche Gruppe am Klingnauer Stausee. Das Wetter war perfekt zur Vogelbeobachtung!

Auf dem Turm neben dem Naturzentrum liess es sich schön über den See blicken. Ein klopfender Buntspecht in der Eiche nebenan präsentierte sich wunderbar. Auch ein Baumfalke begeisterte alle Teilnehmer.

Im Schilf kletterte ein Eisvogel umher. Und beim Spaziergang Richtung offene Fläche pickten draussen im Schlick Sichelstrandläufer, Bekassinen, Bruchwasserläufer, Waldwasserläufer und Grosser Brachvogel nach Nahrung. Über 30 gesichtete Arten befanden sich am Ende der Exkursion auf der Liste!

Immer wieder lohnt sich die Beobachtung der Vogelwelt am Klingnauer Stausee. Schön war's!

Sibylle Steinmann


Erfolgreicher Neophytentag

Samstagmorgen, 9. August 2025

Wir durften bei schönstem Sommerwetter ein kleines aber hochmotiviertes Einsatzteam begrüssen. Die Goldruten waren sehr gut auffindbar. Ihre goldgelben Blüten sah man schon von Weitem. Dank dem Regenwetter der letzten paar Tage war der Boden aufgeweicht und die Pflanzen liessen sich gut ausreissen. 

Zum Abschluss des gelungenen Anlasses offerierte der Verein einen kleinen Imbiss.

Ganz herzlichen Dank an das Team vom Forst- und Bauamt Gebenstorf für die fachgerechte Entsorgung.

Sibylle Steinmann


Führung Geisshof

Samstagnachmittag, 28. Juni 2025

Bunte Sommerblumen mit unzählig vielen hübschen Schmetterlingen und summenden Bienen, ein krähender Hahn und gackernde Hühner, badende Laufentenfamilien...

Der Geisshof oberhalb Gebenstorf empfängt uns Gäste mit Natur pur! Bei heissem Sommerwetter dürfen wir im Schatten spendenden Schöpfli Platz nehmen. Fränzi Konrad und der Hofpächter, Michael Köhnken, erzählen uns von der Philosophie der Stiftung Geisshof.

Die Begriffe SOLAWI - Soziale Landwirtschaft und Demeter - biodynamischer Anbau sind seit 2014 die Grundsätze der Bioco Gemüsegenossenschaft auf dem Geisshof. Auf 70 Aren werden jährlich rund 40 Sorten Gemüse angebaut. Dieses wird wöchentlich an die Genossenschafter/innen verteilt. Der Sinn hinter diesem gemeinsamen Arbeiten auf dem Feld stärkt die Verbindung zur Natur und den achtsamen Umgang mit ihr.

Die anschliessende Führung über den Hof bis hin zu den Gemüsefeldern und dem Kräutergarten ist sehr interessant. Da gibt es stets viel zu tun! Von der Anzucht der Setzlinge übers Betreuen während der Wachstumszeit bis hin zu der Ernte und der Verteilung, alles wird von den Genossenschaftsmitgliedern erledigt. Mit Rat und Tat zu Hilfe stehen ihnen der Hofpächter und ein Gemüsegärtner.

Im Anschluss an die Führung wird Most aus eigener Produktion und Brot mit selbstgemachtem Kräuteraufstrich von Florence offeriert. 

Ein Besuch zu den Obstbäumen mit den Steinhaufen für Mauswiesel und zu der schönen Brachfläche am Waldrand schliessen den spannenden Nachmittag ab.

Sibylle Steinmann


Tag der guten Tat - Neophyten Arbeitstag Region Schwabenberg, Gebenstorf

Samstagmorgen, 24. Mai 2025

Ein paar Tage vorher hat es geregnet und an diesem Samstag scheint die Sonne. Das ist einfach ideal zum Ausreissen der Goldruten! Die Flächen, welche letztes Jahr bearbeitet wurden, sind um einiges kleiner geworden. Somit sind die verbliebenen Goldruten dort schnell ausgezupft. Auch die mobile Truppe ist wegen erfolgreicher Entfernung des letzten Jahres viel schneller unterwegs.

Ganz anders sieht es bei den neuen Flächen aus. Die Neophyten spriessen in Massen aus dem Boden! Die fleissigen Helfer-/innen haben alle Hände voll zu tun. Die Haufen mit den ausgerissenen Pflanzen sind riesig!

Zum Abschluss bleibt genug Zeit zum geselligen Beisammensein. Wir geniessen den offerierten Imbiss bei schönstem Wetter direkt im Wald. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Helfer und Helferinnen!

Sibylle Steinmann


Die Feldlerche im Birrfeld

Samstagmorgen, 3. Mai 2025

Noch bei Regen kamen wir auf dem Parkplatz beim Flugplatz Birrfeld zusammen. Judit Zellweger - Feldlerchenexpertin von der Vogelwarte Sempach - erläuterte in einer spannenden Einführung die Biologie und den Schutz der Feldlerchen. Nachdem der Regen etwas nachliess, machten wir uns in Richtung Feld auf. Schon von weiten war der typische Gesang der Feldlerchen zu hören, wenig später liessen sie sich auch aus nächster Nähe beobachten. Später konnten wir an einer künstlichen Brutwand eine Kolonie Uferschwalben beobachten. Nach etwa zwei Stunden traten wir den Rückweg an.

Marc Stieger

Quelle: Vogelwarte Sempach
Quelle: Vogelwarte Sempach


Frühexkursion Vögel

Sonntagmorgen, 27. April 2025

Bei guter Wettervorhersage treffen sich 16 interessierte Vereinsmitglieder und Gäste zur Frühmorgenexkursion. Das Vogelkonzert im nahen Auenwald ist schon beim Treffpunkt im Brüel nicht zu überhören. Nach der Begrüssung von Marc Stieger führt der Spaziergang zuerst zum Friedhof. So viele Stimmen durcheinander macht dem einen oder anderen schon etwas Kopfzerbrechen. Welcher Vogel singt denn dort? Die Auflösung der jeweiligen Art und viele spannende Informationen begeistern die Teilnehmer. Der Grauschnäpper präsentiert sein schönstes Zwitschern und der Zaunkönig ist einfach nie zu überhören! Der Gartenbaumläufer und das Sommergoldhähnchen sind weitere akustische Highlights.

Die Zeit geht vor lauter Sehen und Hören ganz schnell vorbei. Der Abschluss der Exkursion findet beim Bunker der Reussmündung statt. 21 Vogelarten sind am Schluss auf der Liste. Schön war's!

Sibylle Steinmann


Ostermontag Wanderung: Linde von Linn nach Zeihen

Montag, 21. April 2025

Das Postauto zur Linde von Linn ist pünktlich gefahren und der Himmel war blau mit wunderschönen weissen Wolken, welche der blühenden Landschaft eine feierliche Note verliehen haben. Bei der Linde von Linn hat uns Charly die Geschichte der etwa 800jährigen Linde erzählt und erklärt, welche Bedeutung Linden für die Menschen in früheren Jahrhunderten hatten. Abgerundet hat er es noch mit einem Lied über den Lindenbaum vom Franz Schubert. 10 Vereinsmitglieder mussten sich an den Händen halten, um den 11 Meter runden Stamm zu umfassen. Über Lindenberg, am Homberg vorbei erreichten wir die Grillstelle beim Schiessplatz Oberzeihen. Kurz vorher haben wir alle einige dürre Äste mitgenommen, so war das Feuer, um unsere Mitgebrachtes zu bräteln, schnell bereit. Unterwegs über Eichhof nach Zeihen führte uns Judit zu einer Waldkappelle und erzählte uns ihre Geschichte.

Bis zum Schluss unserer Wanderung waren wir mit allen Sinnen mit der Natur in einer fröhlichen Verbundenheit.

Marie Polin